Egopop gegen „wir da unten“

Die Egopop-Initaitive erhält in Online-Kommentaren viel Zuspruch, da sie offenbar die Gelegenheit bietet, es „denen da oben“ (dem Bundesrat, der Wirtschaftselite, etc.) zu zeigen, ohne selber etwas zu befürchten. Diejenigen, die verlieren, sind ja die AusländerInnen. Sie sagen, mit Egopop gibt es weniger Leute und nicht weniger Jobs, vor einem Jobverlust muss man also keine Angst haben. Es geht darum ein „Zeichen zu setzen“.ecopop

Aber Egopop richtet sich nicht gegen die „die da oben“. Diese haben genug Geld, um ihre Wünsche weiter zu befriedigen. Stattdessen wird die Annahme von Egopop zu einem grossen Problem für diejenigen, die nicht ganz so privilegiert sind. Zum Beispiel könnten die Spitäler einen Drittel der Stellen nicht mehr besetzen, weil es in der Schweiz zu wenige Fachkräfte gibt. Die Wartezeiten für Grundversicherte werden länger und die Angestellten gestresster. Egopop trifft nicht „nur“ die ausländischen, sondern genauso die schweizer Angestellten und PatientInnen. „Die da oben“ können sich jedoch mit ihrer Privatversicherung ohne Wartefrist eine vom Chefarzt höchstpersönlich ausgeführte Behandlung leisten. Egopop ist eine weitere Initiative gegen „wir da unten“. Wollen das die Befürwortenden wirklich?

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