Massnahmen gegen die Hitze-Stadt

Die neusten Klimaszenarien der Schweiz CH2018 zeigen in aller Deutlichkeit, dass wirksame Klimaschutzmassnahmen dringend umgesetzt werden müssen. Nur mit einer massiven Senkung der Treibhausgasemissionen kann eine unberechenbare Störung des Klimasystems abgewendet werden. Trotz rascher Umsetzung ambitionierter Massnahmen lässt sich die Klimaerhitzung nicht mehr vollständig verhindern. In den nächsten 40 Jahren wird die Durchschnittstemperatur in der Schweiz um weitere 0.5 bis 2.5°C steigen. In stark überbauten Gebieten wie Basel-Stadt werden die Temperaturen insbesondere nachts noch einige Grad Celsius höher sein (Wärmeinsel-Effekt).

Neben dem Klimaschutz ist daher auch die Klimaanpassung (Adaption) dringlich. Wir brauchen mehr Grünflächen und Bäume in der Stadt, die helfen das lokale Klima zu kühlen. Geteerte Böden müssen soweit möglich aufgebrochen werden, damit sie Wasser aufnehmen können und weniger Hitze speichern. Gebäude sollten mit Fassadenbegrünungen statt mit Klimaanlagen bekühlt werden. Es braucht auch Sozialprogramme, damit kranke und alte Menschen nicht in ihren zu heissen Wohnungen allein gelassen werden.

Wir brauchen einen klaren Plan mit messbaren Zielen und ambitionierten Fristen. Die Klimaanpassung muss zusammen mit dem Klimaschutz Priorität haben. Es darf nicht sein, dass weiterhin Bauprojekte bewilligt werden, die die Luftzirkulation und Luftqualität verschlechtern, der Boden zusätzlich versiegeln oder grossräumige Baumfällungen bringen.

Ich fordere den Regierungsrat deshalb auf, innerhalb von einem Jahr einen konkreten und verbindlichen Massnahmenplan mit kurz- und mittelfristigen Anpassungsmassnahmen sowie einem Notfallkonzept für Extremereignisse inkl. Hitze und Dürre vorzulegen.